Eintrag vom
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Hier der ausführliche Bericht von Kiras Frauchen (Anfang Februar 2009): Hallo liebes Tierheim-Team, jetzt ist Kira schon eine Woche bei uns, und wir wollten mal berichten, wie es so läuft: Zur Begrüßung gab’s gleich ein Festmahl: wir haben einen Fehler beim Abwiegen gemacht und ihr beim ersten Füttern die dreifache Portion kredenzt. Wer Kira kennt, weiß: sie hat auch diese Menge binnen weniger Minuten weggeputzt (und trotzdem den Abend über immer wieder in die Futterschüssel gelinst, ob es nicht noch Nachschlag gibt). Ja, beim Fressen kennt sie keine Bremse. Dass ihr das Prinzip der Vorratshaltung fremd ist, mussten wir gestern wieder feststellen: Um ihr das Alleinesein zu versüßen, haben wir ihr ein armlanges Stück getrocknete Schweinehaut gegeben. Wir dachten, sie nagt daran eine Woche lang rum - denkste, nach 40 Minuten war das Ding weg. Kira war den Nachmittag über etwas schwerfällig, aber sie hat es ohne bleibende Schäden überstanden und ist jetzt erstmal auf Diät. Wobei, gerade beim Fressen hat sie in den paar Tagen unglaublich viel Disziplin gelernt. Sie schafft es, im Sitz zu warten, bis sie an ihr Futter darf, und sie schafft es, die ganze Zeit liegen zu bleiben. während wir essen, auch wenn ihr der Speichel bis zum Boden läuft. Überhaupt hat sie unglaublich viel in der kurzen Zeit gelernt. Sie ist ein sehr gelehriger Hund, der sich unglaublich sensibel auf seine Menschen einstellt. In der Hundeschule haben wir noch ein paar Tricks gelernt, wie wir sie gut an der Leine führen können; das klappt auch immer geschmeidiger. Die ersten paar Tage war sie sehr unruhig und schreckte bei jedem Geräusch auf, selbst beim Umblättern einer Buchseite. Nach und nach wurde sie immer gelassener und konnte ihr Schlafdefizit der ersten zwei Tage aufholen. Inzwischen kann sie unsere Alltagsgeräusche und -bewegungen immer besser einordnen und weiß, dass vieles für sie nicht relevant ist und sie ruhig mal liegenbleiben kann. Kira ist sehr aufgeweckt und gut für Suchspiele oder Apportieren zu begeistern. In der Nähe haben wir einen eingezäunten Bolzplatz, auf dem wir sie beim Apportieren richtig flitzen lassen können. Sie genießt auch ihre Spaziergänge im Wald und den Freiraum, den sie an der Schleppleine hat. Dabei achtet sie von selbst darauf, sich nicht zu weit zu entfernen, und reagiert wunderbar auf Zuruf, so dass es sicher nicht allzu lange dauert, bis wir sie frei laufen lassen können. Wenn sich andere Hunde nähern, knurrt und zerrt sie meistens, aber auch das relativiert sich oft, wenn man sie den anderen Hund beschnuppern lässt. Auch streicheln, bürsten und durchschubbern lässt sie sich gerne. Abends beim Fernsehen liegen wir zusammen auf dem Fußboden; sie legt dann gerne den Kopf aufs Bein oder die Füße; das ist richtig kuschelig. Auch das Alleinelassen klappt gut; inzwischen sind wir bei 40 Minuten angelangt. Sorgen machte uns anfangs, dass sie einige Male in die Wohnung gepinkelt hat. Seit wir Gassirunden im Abstand von maximal 3 Stunden machen, kam das aber nicht mehr vor. Jetzt werden wir die Abstände wieder langsam steigern. Wir sind froh, dass wir uns 4 Wochen Urlaub genommen haben, so dass wir sie ohne Zeitdruck langsam an unsere Alltagsgegebenheiten gewöhnen können. Was jetzt zunehmend ansteht, sind Stadtspaziergänge (ohne in jeden Laden zu rennen und an jeder Einkaufstüte zu schnüffeln), Bahnfahren und sie an Carolas Arbeitsplatz einzugewöhnen. Insgesamt haben wir einen richtig lieben und gelehrigen Hund erwischt. Klar, es gibt Problemchen, aber die lassen sich lösen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir ein richtig gutes Team werden. |
Zu den Bildern (Mitte Februar 2009):
Hallo! Hier sind endlich die lange versprochenen Bilder von Kira (beim Rumstromern, auf ihrem Platz, beim Üben auf dem Bolzplatz, beim Schmusen, im Einsatz als Therapiehund und -ihr Schönstes- beim Wälzen im Schnee). Kira entwickelt sich weiterhin gut; das Fell wird immer glänzender, und inzwischen sieht man die Rippen nicht mehr; die Tierärztin meint aber, einen Tick kann sie ruhig noch zunehmen. Kira hat wohl eine leichte Fehlstellung in den Hinterläufen; das muss sich die Ärztin aber bei einem weiteren Besuch genauer anschauen. Kira mit ins Büro mitzunehmen, klappt wunderbar; sie fährt Bahn wie eine Große und bleibt im Büro ganz ruhig bei mir liegen. Mit dem Alleinelassen haben wir auch schon die Zeitdauer ausprobiert, die wir im Alltag brauchen; sie hat weder etwas zerstört noch ins Zimmer gepinkelt. Insgesamt ist sie sehr ruhig und gefasst, außer mit anderen Hunden, und auch da merken wir, dass sich vieles bessert, wenn wir selbst innerlich Ruhe bewahren. Natürlich würden wir uns freuen, wenn die Bilder und unser Bericht unter "Zuhause gefunden" veröffentlicht werden. |
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