Eintrag vom
| Unser Ritchie | ||||||||
| Wir lernten Ritchie (damaliges geschätztes Alter 13 ½ Jahre) Anfang März über die Internetseite des Tierheimes Kaiserslautern kennen. Dort war beschrieben, was für ein trauriges Schicksal er bis dahin hatte. Er lebte in einem Verschlag, unterernährt, ohne Auslauf, verwahrlost und ohne Schutz vor Kälte und Regen. Dort wurde er gottseidank herausgeholt und im Tierheim untergebracht. Er wurde vom Tierheimpersonal als lieb und umgänglich beschrieben. Wir beschlossen Ritchie kennen zu lernen. Ritchie benahm sich, während unseres ersten Spaziergangs im Tierheim, eher emotionslos, pflegte keinen Blickkontakt und ließ sich ohne Gemütsregungen streicheln. Da wir zu Hause eine Katze haben, hatten wir dann doch die größten Bedenken Ritchie mit zu nehmen. Jedoch beim Besuch des Katzenhauses im Tierheim zeigte Ritchie, dass auch er sich freuen kann. Er wedelte mit dem Schwanz und war von den Katzen sehr angetan. |
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| Obwohl wir wussten, dass Ritchie uns nicht so lange begleiten würde, starteten wir den Versuch, ihn in unsere Familie zu integrieren. Unsere Familie sind mein Mann, ich, unsere beiden Söhne und Luna, unsere Katze.
Wir holten Ritchie ab. Die Autofahrt fand er nicht so prickelnd und wir waren froh, nach einer halben Stunde unser Ziel erreicht zu haben. Wir zeigten ihm unseren Hof, seine Hütte, unser Haus, was er wieder emotionslos über sich ergehen ließ. Bei Luna, unserer Katze, war es etwas anders. Er schwänzelte und beschnupperte sie freudig. Unser Leben mit Ritchie konnte beginnen. Was uns sehr verwunderte war, dass Ritchie sich im Haus so gut integrierte. Er benahm sich vorbildlich. Nur vor unserer Couch, machte er keinen Halt. Aber da die ohnehin auch schon bessere Zeiten kannte, ließen wir ihn gewähren. Natürlich genoss er dieses Privileg sichtlich, zumal er dann natürlich auch ausgiebigst gestreichelt wurde. Man konnte zusehen, wie es Ritchie von Tag zu Tag besser ging. Sein Fell wurde glänzend, seine täglichen Spaziergänge machten ihn mobiler, seine Scheu vor Menschen legte sich ziemlich rasch. Er konnte sich uneingeschränkt im Haus, sowie auf unserem Grundstück, bewegen. Er genoss es, beachtet und umsorgt zu werden und er dankte es uns mit seiner bedingungslosen Liebe. Tja, was soll ich sagen: Ritchie war ein toller, unproblematischer, liebevoller Gefährte. Leider muss ich in der Vergangenheit schreiben. Wir mussten unseren Ritchie diese Woche einschlä-fern lassen. Er wurde stetig gebrechlicher, magerte stark ab und man merkte ihm an, dass es ihm immer schlechter ging. Er wurde bei uns eingeschläfert und wir waren bei ihm. Leider dauerte unser Leben mit Ritchie nicht sehr lange, wir hatten ihn jetzt gerade mal 10 Monate. Trotzdem sind wir froh, ihn gekannt zu haben, einen Hund, der trotz seines tristen Vorlebens, den Glauben an das Gute in den Menschen nicht verloren hatte. Was unser Ritchie mochte: Uns / seine täglichen Streicheleinheiten / Luna, unsere Katze / unsere Couch / sein Körbchen, was zeitweise Luna in Beschlag nahm / sein regelmäßiges Futter / unseren Hof / seine täglichen Spaziergänge / seine Hundehütte / neben dem Ofen zu liegen / unsere Bekannte / Was er nicht mochte: Autofahren / unseren Nachbarshund / Ohren säubern / querfeldein laufen / 06.01.2008 |
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