Eintrag vom Mittwoch, 20. Februar 2008

Tierschutzgerechte Lösung zur Verringerung der Taubenpopulation mit Referaten der Stadt erarbeitet

Wie die Vorsitzende des Tierschutzvereins Kaiserslautern, Frau Anne Knauber, mitteilt, begrüßt und unterstützt der Tierschutzverein Kaiserslautern das Vorhaben der Stadt, ein Taubenhaus zu errichten. Auslöser für das jetzt startende Pilotprojekt ist die zunehmende Verschmutzung an Gebäuden durch den Taubenkot. Deren Reinigung kostet die Stadt Kaiserslautern jährlich erhebliche Summen. Auf der anderen Seite stehen die Tauben, die zum Teil unter erbärmlichen Bedingungen und ohne artgerechtes Futter jede auch nur erdenkliche Nische zum Überleben nutzen.

Bereits im Sommer fand ein vorbereitendes Gespräch für die Errichtung eines Taubenschlags statt. Am 14. Januar diesen Jahres wurden die näheren Modalitäten des Projektes besprochen. Vertreter verschiedenster Referate der Stadtverwaltung und des Tierschutzvereins nahmen an den Gesprächen teil und erarbeiteten gemeinsam in konstruktiver Weise das nun vorliegende Konzept.

Beratend stand Frau Petra Klingler, die Taubenbeauftragte der Stadt Tübingen, zur Seite, wo das Konzept, wie in vielen anderen Städten, bereits seit Jahren erfolgreich umgesetzt wird. Der Tierschutzverein, der sich schon seit Langem für die Errichtung solcher Taubenhäuser eingesetzt hat, zeichnet verantwortlich für die Überwachung des ordnungsgemäßen Betriebes des Taubenhauses und setzt sich für das Gelingen des Projektes ein.

Der Schlag wird in einem städtischen Gebäude auf einem Dachboden errichtet, daher sind die Ausbaukosten vergleichsweise gering. Ziel des Projektes ist es mittelfristig, die Taubenpopulation im Stadtgebiet zu verringern und somit auch die Schäden, die durch die Tauben an Gebäuden entstehen zu minimieren. Die Tauben werden durch gezielte Fütterung im Schlag angesiedelt. Das hat den Vorteil, dass sie dort den größten Teil des Tages verbringen, und so auch einen Großteil ihrer Exkremente dort absetzen. Durch die gezielte artgerechte Fütterung, wird auch eine Gesundung des Taubenbestandes und eine Verringerung der Kotmenge erreicht. Durch Austausch der von den Tauben gelegten Eier gegen Gipseier wird eine Vermehrung der Tauben verhindert und mittelfristig eine Reduktion des Taubenbestands erreicht. Die hier umgesetzte Vorgehensweise stellt die einzige Erfolg versprechende und zudem tierschutzgerechte Lösung dar, die Taubenpopulation in den Griff zu bekommen. Der fast fertig gestellte Schlag ist als Pilotprojekt konzipiert. Bewährt sich die oben aufgezeigte Vorgehensweise, werden weitere Taubenschläge im Stadtgebiet folgen, um das Taubenproblem in den Griff zu bekommen.

Sollten Sie Fragen zum Projekt haben oder möchten sie dieses beispielsweise durch ihre Mitarbeit als ehrenamtlicher Taubenwart unterstützen, nehmen Sie bitte Kontakt zum Büro des Tierschutzvereins unter der Nummer 0631/3503666 auf.

ursprünglicher Dachstuhl hier soll später der "Flugsteig" der Tauben entstehen
Sitzplätze für die Tauben was den Eindruck eines Bücherregals erweckt, soll später einmal Nistplätze für die Tauben beherbergen
eine Bruthöhle für die Tauben

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