
Die folgenden statistischen Angaben über die lebenslangen Haltungskosten sollen Sie nicht abschrecken, sondern eine Orientierungshilfe sein, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, welche finanziellen Aufwendungen mit der Anschaffung eines Tieres verbunden sind.
Unüberlegte Entscheidungen gehen meist zu Lasten der Tiere.
Der Deutsche Tierschutzbund hat folgende durchschnittliche Kosten für die Anschaffung, für Futter, Zubehör und tierärztliche Untersuchungen ermittelt:
|
Tier |
durchschnittliche Lebenserwartung |
Kosten in € |
| Hamster |
3 Jahre |
400 |
| Wellensittich |
10 Jahre |
770 |
| Meerschweinchen |
8 Jahre |
970 |
| Kaninchen |
10 Jahre |
1330 |
| Katze |
15 Jahre |
8500 |
| Hund |
12 Jahre |
9820 |
Wir suchen ein Haustier
Spezielle Hinweise rund um den Hund
Es hat sich herumgesprochen, dass Hunde ideale Gefährten für Jung und Alt sind. Naht ein Fest wie Weihnachten oder Geburtstag, oder läuft gar eine Hundeserie im Fernsehen, so ist es der sehnlichste Wunsch von Kindern, einen solchen Vierbeiner zu besitzen. Von einem schnellen Kauf ist aber allemal abzuraten. Viele Überlegungen vorab sind notwendig, um sicherzustellen, dass die Freundschaft zwischen Mensch und Tier auch möglichst lange währt.
Zu Beginn wird man sich mit den Fragen beschäftigen:
· Möchte ich mehrmals täglich, bei jedem Wetter und regelmäßig über viele Jahre mit meinem Hund spazieren gehen und mich mit ihm beschäfigen?
· Welcher Rasse soll der Hund angehören?
· Kann es auch ein Mischling sein?
· Wie groß soll oder darf der Hund sein?
· Soll es ein Rüde oder eine Hündin sein?
· Habe ich den erforderlichen Platz für das Tier?
Wichtig ist auch, sich von vorne herein darüber im Klaren zu sein, was ein solches Tier kostet. Nach statistischen Angaben über die lebenslangen Haltungskosten eines Hundes belaufen sich diese, ausgehend von einer durchschnittlichen Lebensdauer von 12 Jahren, auf etwa 10 000 Euro. Nicht gerade ein Pappenstiel!
Bei Prüfung der Frage, sich einen Hund anzuschaffen, sollte die ganze Familie einbezogen werden. Dabei muss das Für und Wider ausgiebig diskutiert werden. Bücher über das Wesen der Tiere und deren Haltung, auch rassespezifische Bücher, können dabei hilfreich sein. Erst wenn sich der Familienrat einig ist, wer auch für die weniger angenehmen Dinge einer Hundehaltung zuständig ist, können weitere Schritte der An-schaffung getan werden. Zuvor muss aber auch geklärt sein, ob zum Beispiel ein Tier in einer Mietwohnung gehalten werden darf.
Die Erlaubnis, Tiere in der Wohnung halten zu dürfen, sollte man sich im Mietvertrag festschreiben lassen.
Der erste Weg zu einem angesehenen Hundezüchter ist zu empfehlen, weil der die zukünftigen Tierhalter in vielen Fragen der artgerechten Hundehaltung oder des Kaufes von Zubehör beraten kann.
Eine gute Adresse ist aber auch das Kaiserslauterer Tierheim. Neben einer fachkundigen Beratung hat der Interessent hier die Möglichkeit, sich unter bis zu 50 Hunden der unterschiedlichsten Rassen auch lustige, vitale Mischlinge, anzuschauen. Allesamt warten sie darauf, in einer guten Familie Aufnahme zu finden. Ein Vorteil der Tierheimhunde ist auch, dass diese bereits stubenrein sind und in der Regel die elementaren Be-nimmregeln beherrschen.
Ist der Hund einmal daheim, ist es an der Zeit, sich Gedanken über die Erziehung zu machen. Hier sei ein Vergleich zu den Kindern erlaubt. Diese wollen auch ständig beschäftigt werden, und bei der Erziehung ist hier wie da, eine konsequente Haltung ratsam. Lob und Tadel weisen den Weg.
Hat sich der Hund nach den ersten Tagen in der Familie eingelebt, sollte man auch daran denken, für das Tier eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch Versicherungen gibt, die Tierarztkosten erstatten. Auf jeden Fall sind Hunde -ausgenommen Tierheimhunde- steuerpflichtig. Der Besitz eines Hundes ist in der Wohngemeinde anzuzeigen. Dabei sollte auch die Steuerbefreiung bei Hunden aus dem Tierheim geklärt werden, da dies Abhängig von der jeweiligen Gemeinde und zeitlich unterschiedlich ist.
Die erste große Bewährung für einen Hund kommt stets vor der Urlaubszeit. Da zeigt sich, ob das Tier integriertes Familienmitglied oder zur lästigen Sache geworden ist. Planen Sie doch einmal den gemeinsamen Urlaub mit Hund. Sie werden dabei völlig neue Seiten an Ihrem vierbeinigen Begleiter ent-decken.
Über die Hundehaltung und Reisen mit Hund gibt es im Tier-heim kostenloses Informationsmaterial.