zurück                                 Impressum: Tierschutzverein Kaiserslautern und Umgebung e.V. Verantwortlich Wilhelm Klein

 

Der Kommentar:

Vorkommnisse mit Hunden hat es schon immer gegeben und sind so alt, wie die eingegangene Symbiose von Mensch und Tier vor mehreren tausend Jahren. Dass es trotz, wie wir meinen, abgeschlossener Domestikation, immer wieder zu unberechenbaren Reaktionen seitens der Tiere kommt, hat seine Ursachen. Eine der Ursachen ist sicherlich die Tatsache, dass es verantwortungslosen Menschen gelungen ist, durch Zuchtauslese, aggressiv machende Ausbildung und Unterdrücken jeglicher sozialer Verträglichkeiten zu Artgenossen wie auch Menschen, Kampfmaschinen aus diesen Tieren zu machen.

Das Thema Kampfhunde ist nicht neu, der Deutsche Tierschutzbund, Dachorganisation unseres Vereines, hat schon vor über 10 Jahren darauf hingewiesen. Wenig ist seither geschehen und es mußte leider erst ein Kind zu Tode gebissen und mehrere Menschen schwerst verletzt werden, bis jetzt endlich gehandelt wird.

 

Mit der neuen Gefahrenabwehrverordnung Gefährliche Hunde vom 30. Juni lassen die Gesetzgeber die lautere Absicht erkennen, eine Regelung geschaffen zu haben, die zukünftig größtmögliche Sicherheit für Menschen vor gefährlichen Hunden bietet. Ob dieses Ziel erreicht wird? Bedenken werden erhoben und sind sicherlich angebracht. Hatte nicht die bisherige, noch keine vier Jahre alte Gefahrenabwehrverordnung schon eine Reihe von Möglichkeiten geboten, die, hätte man sie genutzt, einige aufgetretene Schadensfälle verhindert hätten. Das Problem wurde regelrecht verschlafen und noch heute laufen verwahrloste Jugendliche, Polizei- und Gerichtsbekannte, skrupellose Züchter und rücksichtslose Tierhalter unkontrolliert mit ihren zu Waffen gewordenen Bestien durch die Städte. Warum soll das alles jetzt auf einmal besser werden?.

 

Die neue Verordnung beinhaltet im Detail noch Ungereimtheiten und Schwierigkeiten hinsichtlich der Durchführung sind zu erwarten. Sie bietet aber auch umfassende Möglichkeiten, gegen unseriöse, rücksichts- lose, ja, kriminelle Züchter und Halter, vorzugehen. Bei allen Problemen, die auch wir als Tierschützer, vor allem in der Euthanasie vieler Tiere sehen, es wäre schade, wenn eine solche Verordnung, die für die Sicherheit von Menschen mehr als notwendig war, an kleinen Mängeln, an Kostenfragen, an Kompetenzrangeleien zwischen den Behörden, an personellen Schwierigkeiten oder gar am hinhaltenden Protest der betroffenen Tierhalter gänzlich scheitern würde.

 

Wilhelm K l e i n

Vorsitzender Tierschutzverein

Kaiserslautern und Umgebung e.V.

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