P r e s s e m i t t e i l u n g
Pitbull "Bonaparte" wieder im Tierheim
Tierschutzverein erstattet Anzeige wegen Verdachts des Diebstahls
Kaiserslautern. Letztendlich wohlbehalten ist jetzt auch "Bonaparte", ein schwarzer, etwa sechs Monate alter Staffordshire Pitbullrüde wieder in`s Kaiserslauterer Tierheim zurück gekehrt. Freudig, verspielt und offensichtlich unbeschadet, hat er seine altgewohnte Umgebung und seine alten Spielgefährten wieder angenommen.
Bonaparte war zusammen mit seinem Bruder "Napoleon" am 12. Dezember vergangenen Jahres aus dem Tierheim entwendet worden (wir berichteten). Aufgrund von Zeitungsberichten waren seit dieser Zeit mehrere verwertbare Hinweise auf die Existenz der Tiere eingegangen und hatten polizeiliche Aktivitäten ausgelöst. Dieser Druck mag dann auch die illegalen Tierhalter veranlaßt haben, einen der Hunde bereits am 18. Dezember bei Dunkelheit über den Zaun des Tierheimes zu werfen. Zwischenzeitlich hat dieser Hund ein gutes Zuhause gefunden und lebt jetzt in Neustadt an der Weinstraße.
Daß Bonaparte jetzt nach über 4 Wochen noch gefunden wurde, ist der Aufmerksamkeit einer jungen freiwilligen Helferin aus dem Tierheim zu verdanken. Sie war diejenige, die sich besonders herzlich der Hunde schon als Welpen im Tier- heim angenommen hatte und deren markante Merkmale genau kannte. So erkannte sie auch eindeutig das Tier, als es am vergangenen Montag im Stadtgebiet zum Spazieren ausgeführt wurde. Die verständigte Polizei konnte dann kurz darauf den Mann vorläufig festnehmen und die Odyssee von Bonaparte beenden.
Der Kaiserslauterer Tierschutzverein weist in diesem Zusammenhang darauf hin daß sich im Tierheim derzeit über 20 Hunde sogenannter Kampfhunderassen befinden, die alle darauf hoffen, bei einer liebevollen Familie Obdach zu finden. Diese Möglichkeit einer Vermittlungen - so der Vorsitzende des Tierschutzvereines - hat das Ministerium für Umwelt und Forsten in Form eines Pflegevertrages offen gelassen. Die Weitergabe dieser Tiere in zuverlässige Hände ist somit möglich und die Tierschützer hoffen, daß damit vor allem den drei speziell als gefährlich eingestuften Rassen Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier, denen nach dem Ziel des Gesetzgebers die Ausrottung der Rasse bei uns droht, noch ein würdiges Leben gegeben werden kann.
Es ist klar, daß die Abgabe solcher Tiere an besondere Anforderungen geknüpft sein müssen. So prüft der Tierschutzverein den Bewerber hinsichtlich der Motive seines Interesses und auch den Pflegeplatz. Die Verwaltungsbehörde überprüft die Zuverlässigkeit und der Bewerber selbst muß eine Sachkundeprüfung nachweisen. Wer den Tieren helfen will und nähere Auskünfte benötigt, kann sich mit dem Tierschutzverein Telefon 0631 350 3666 in Verbindung setzen. Willkommen sind übrigens auch solche Tierfreunde, die bereit sind, Patenschaften zu übernehmen.